Freitag, 24. Februar 2006

Haaatschi

Das ist birmanisch und heißt Schnupfen. Die Nase läuft mit 1,2 TR/min (Tropfen pro Minute). Ich bin zu faul ein Taschentuch zu holen. Ich trink den ganzen Tag GinTonic. Das desinfiziert und zaubert mir ein Lächeln aufs Gesicht. War im „Strand“ Mittag essen, dem einzigen wirklichen Luxushotel in Rangoon. Prompt den Österreicher von gestern wiedergetroffen. Man grüßt sich wie alte Bekannte. Hier wird Europa gelebt. Jarred, Dirks Fahrer, wartet netterweise um mich weiter durch die Stadt zu kutschieren. Steige kurz beim chinesischen Markt aus. Hmm,lecker Nudeln. Ohne warmmachen, is ja warm genug. Unsere Gewerbeaufsicht wäre damit nicht ganz einverstanden. Bin froh das meine Nase verstopft ist. Aber sehe wie hier crushed Eis hergestellt wird (mit dem Paddel schlagend auf dem Bürgersteig) und Reispapier (kann man nicht beschreiben, muss man sehen – für die die es interessiert: 2mal rechts wenn man aus dem Strand rauskommt).

Abends kolonial baden gewesen. Sonnenuntergang am See und um einen herum lauter spielende französiche Kinder. Gintonic. Treffen eine Freundin von Dirk die hier für die UN arbeitet. Sie gibt mir noch ein paar Tips für Bangkok. Dirk meint es wird lustig, ich bin mir da noch nicht ganz so sicher. Morgen früh gehts weiter. Ein perfekter Urlaubsstart. Danke Dirk!

PS: Das mit dem Luxushotel muss ich noch revidieren. Dirk und ich hatten gestern Abschiedsessen im Pansea. Wow. Die haben das aus dem Katalog von Meyers Weltreisen geschnitten und nachgebaut. Großer Garten, Stühle im Freien, kleiner Pool, beleuchtete Papierschirme.... Daneben eine dicke Frau die ihr Klavier stimmt (kleiner Insider).

Es grüßt Blogwart, Alex

Mittwoch, 22. Februar 2006

Shwe Myanmar

Ich hab Frau Schmittke kennengelernt. Beim Einstieg in die Thai Airways Maschine nach Myanmar. Nicht das ich es darauf angelegt hätte, aber wir waren die einzigen Europäer und sind beide 1,80m groß. Damit überragten wir den Rest unserer kleinwüchsigen Reisegruppe. Frau Schmittke ist bis Mittwoch hier und arbeitet für ein deutschen Pharma Unternehmen (Gut das ich Urlaub habe, Joachim!). Dankenswerterweise holt mich Dirk ab. Der Yagoner Flughafen ist sehr übersichtlich. Pass- und Zollkontrolle, sowie Gebäckband – alles in einer Halle. Da sollten die sich in Frankfurt mal ein Beispiel drannehmen. Keine 20 Minuten später sind wir am Ziel. Ein wunderbares 5 Zimmer-Häuschen mit 3 Bädern und Garten. „Good evening Sir!“ Tara.

Gestern waren wir bei/in/auf der Yangoner Hauptattraktion, der Shwedagon Pagode. Shwe heißt Gold und das scheint auch das Hauptmaterial zu sein aus dem sie erschaffen wurde. Beliebt ist bei den jeweiligen Herrschern sich in Gold aufwiegen zu lassen und das dann mal eben auf der Pagode zu verteilen. So sind über die Jahre schon über 500kg zusammen gekommen. Ansonsten ein sehr angenehmer Ort. Nur barfuß zu erkunden und für Touristen mit 5$ Eintritt ein Schnäppchen. Residents zahlen 500 kyat, das sind so 50 Eurocent. Das Durchschnittseinkommen eines Birmanen liegt bei 200$ im Jahr. Der Platz um die Hauptpagode ist mit Altären gepflastert. Überall brennen Kerzen und Räucherstäbchen, Menschen knien und beten. Meistens tun sie dies vor dem Altar ihres Geburtswochentages. Alles Gold was glaenzt. Dank Nyi Nyi (ein Guide der sich nicht ganz uneigennützig aufgedrängt hat) weiß ich jetzt das ich an einem Samstag geboren bin. Thats why my sign is dragon („So you dont need a airplane und can fly by yourself“ ... „Yeah lachlach I’ll try it next time...“)

Es grüßt Blogwart, Alex

This is my way...

Es gibt 3 Wege einen Thai zu brüskieren. Oder um international zu bleiben, „there are 3 ways to make a thai feel sad.“ Hier heißt es allerdings nicht „way“ sondern „wai“ und bezeichnet ein kleines Begrüßungsritual. Als erstes werden die Hände gefaltet, wie es Dürers Mutter nicht schöner gekonnt hätte. Und jetzt werden, je nachdem wen man vor sich hat, die Handspitzen an den Haaransatz geführt (was dann bei mir eher zum Gruß der Jungpioniere mutiert), an die Nase oder das Kinn. Das erste gilt wenn man Vishnu persönlich vor sich hat, das zweite bei Älteren (da beweg ich mich ja gottseidank schon im oberen Drittel) und der Rest gilt Gleichgestellten. Die Stewardess hat jetzt ne wunde Nasenspitze. Niedrigere und Jüngere bleiben aussen vor...

Reihe 36 ist in einem JumboJet eigentlich direkt neben der Tür. Mein Gangplatz war auch noch frei nur begrenzt durch ein nettes älteres Ehepaar auf dem Weg zu einem 3wöchigen Badeurlaub. Oh Mann, was man alles nicht wissen will! Im übrigen hat es sich noch nicht bis zu Thai Airways durchgesprochen das ich jetzt immer alleine verreise. Meine Nachbarin war geborene Wunsiedlerin und zum Essen gabs Gulasch, Rotkohl (Blaukraut) und Serviettenknödel. Oberfränkischer Themenabend im Land des Lächelns.

Die große Leinwand rechts neben mir, so auf 2 Uhr, zeigt Promotionfilme des ThaiTouristBoard. Nachgestellt wird das gewünschte Kaufverhalten in thailändischen Keramikläden. 6 oder 7 Frauen rennen sich glückstrahlend, mit mehreren Töpfen jeglicher Größe in den Händen, fast über den Haufen. Die räumen einfach mal den Laden leer. Nichts mit asiatischer Zurückhaltung.
Dieses Modell kann ich Ihnen auch in Blau besorgen.
So und jetzt sitz ich hier in meiner FirstClass Lounge und bin froh das ich von der BusinessLounge hierher geschickt wurde. Die 70iger, und zwar die frühen, halten hier fröhliche Einstand. Möbel Hübner muß hier mal gute Kontakte gehabt zu haben. Und wenn ich Retro meine dann Interflug und nicht Lufthansa. Na egal, da das Büffet mir noch nicht entgegengekommen ist werd ich mal hingehen. Und danach versuch ich meinen Exkurs mal ins Netz zu bringen. Aber wie hab ich grad Sabine Christiansen in der ParkAvenue schreiben gehört: „Leicht kann jeder.“

Es grüßt Blogwart, Alex

PS: Es ist sehr sonnig und 28 Grad.

Donnerstag, 9. Februar 2006

Fertig durchgecheckt steht sie da...

Ich dreh durch. Noch 9 Tage und ich werde wissen was "Guten Tag" auf Thai heißt. Hab gestern beschlossen 3 Taschen mitzunehmen. Die ganz große (is ja klar). Die ganz kleine (so für die Stadt) und eine mittelgroße für die Reise. Da soll dann Reiseliteratur, Wasserflasche und mein Waschzeug rein. Und eine Brad Pittsche Sonnenbrille mit dem Kolleteralnutzen der Fotografenabwehr auf den Förderbändern der Airports dieser Welt.

Ich frag mich alle 5 Minuten wo mein Pass ist. Da sind immerhin 2 Visa drin. Beide von Ländern wo die Angestellten an der Grenze a) nicht meine Sprache und b) keinen Spass verstehen. Soll ich mir einen Brustbeutel kaufen? Also für den Pass, nicht die Brust...

Die Wohnung ist vermietet, die Zeitung abbestellt. Ich habe meine Berliner Zeitung nicht einem Gefangenen gespendet. Ich bin mir nicht sicher ob der Verlag die auch wirklich zustellt. Wird die beim Frühstück mitserviert? "Guten Morgen Herr Müller-Doppelmörder! Ihr Frühstück und die Zeitung von Herrn Vogel..." Ich weiß nicht. Mitgefangen, mitgelesen?

Thema und Zelle abschließ.

Freitag, 27. Januar 2006

by the way

eben hat mich ein mann im radio aufgefordert 5 cd's für nur 49,50 zu erwerben. ich solle mal die "seele baumeln" lassen.
bei 10.000 suiziden jährlich in deutschland halt ich das für keine gute idee.

und noch was hübsches ausm tv. nach seiner teilnahme am chinesisch unterricht einer privatschule befragt antwortete ein kleiner junge fasziniert und cool: "wir schreiben uns die hände wund - die machen 2 zeichen und sind fertig."

Donnerstag, 26. Januar 2006

Ich schäl mich so!

Und dann sitz ich mit Carsten da und wir schälen Mandarinen.
Ich liebe ja diese Mandarinen die sich bereits in ihrem kurzen Zitrusfruchtleben auf die Hälfte des ihnen eigentlich zugestandenen Lebensraums zurückgezogen haben. Solche hat man dann ritsch/ratsch raus aus der Schale. Sogenannte Busche-Früchtchen.

Wo das zum Beispiel garnicht geht ist an Fahrscheinautomaten der Deutschen Bahn. Die am Ticketausgabefach angebrachte Plastikpendelklappe ist wohl in ihrer Jugend schlecht behandelt worden. Hier wird direkt probiert einem die Finger zu brechen. Erste Vorboten eines neuen Geschäftsfeldes? Organhandel bei der Deutschen Bahn? Wirft das soviel ab? Als ob die Ingenieure des Mehdornschen Umzugunternehmens einen letzten Versuch starten wollten die Bahnfahrt doch noch zu verhindern.

Aber ich schweife ab. Carsten und ich puhlen also an den Südfrüchten. Und während ich so rumknubbel und mich kleine Spritzer Mandarinensaft treffen wird mir die ganze Zeit vorgeschwärmt wie lecker die doch wären. Das ist auch notwendig, weil ich renn jetzt wieder ne Woche mit orangenen Fingernägeln durch die Gegend. Carsten hat dann noch erzählt das er gestern Abend seiner Freundin immer die Hälfte seiner frisch gepeelten Mandarine abgeben musste. Aber sind das nicht eigentlich Frauenaufgaben? Ist das nicht wie südpazifisches Kartoffelschälen? So ne Freundin will ich nicht.

Samstag, 21. Januar 2006

Aller guten Dinge sind 2+1

Ich kann, will und mag nicht 3en mit der Hand schreiben. Ganz schrecklich, ich habe einen Horror vor dieser Zahl. Wenn ich ein Bankkonto eröffne (also nicht das die Schufa das nochmal geschehen lässt) schau ich das ich eins ohne eine 3 bekomme.

Eine 1 ist ganz einfach. Hoch und runter - ganz wunderbar. Eine 2? Schüttel ich aus dem Handgelenk. Aber dann, schon der Gedanke macht mich panisch. Eine 3 wird bei mir mehr gekrampft als geschrieben. Das sieht immer aus als ob mir mittendrin meine kleine Schwester den Stift aus der Hand nimmt weil sie auf 3er steht. (Oh Gott was schreib ich hier?) Also meine Schwester ist 12. Die kann sich auch schon mal darauf vorbereiten das sie dieses Jahr keine Karte zum Ehrentag bekommt.

Und da wir schon dabei sind. Nach den graphologischen Unzulänglichkeiten gibts auch noch die Tipp-Unfälle. 3 (autsch!) haben sich da rauskristallisiert. Statt "nicht" tipp ich grundsätzlich "nciht". was nicht ganz so schlimm ist. Da werde ich eben keine Sekretärin im Bundeskanzleramt. Der Zweite Fehler wird gern beim chatten gemacht: "Hallo Keiner.." statt "Hallo Kleiner...". Da würde sich dann einer zurecht nicht angesprochen fühlen. Und dann noch der Fehler der richtig Ärger in den Foren dieser Welt einbringen kann. Gerne tipp ich (ich nehme an aufgrund einer angeborenen Fehlstellung meiner Finger) statt "arbeiten" - "abreiten". Ganz gefährlich! "Hei Keiner, ich komm nciht nachhause - Ich muss noch abreiten!" Das wars dann mit der Beziehung.

So, ist das auch mal raus. Jetzt noch schnell die Reisedaten. Los gehts am 18. Februar und wiederkommen werde ich am 27. März. Alles in Tegel. Zeiten für das Begrüßungskomitee werden nachgereicht. Dann gehts Berlin - Frankfurt - Rangun - Bangkok - Peking - Sydney - Los Angeles - Montreal - Home ...

dumdidum - ich freu mich drauf!

Dienstag, 17. Januar 2006

In 35 Tagen um die Welt

Alexander geht auf Reisen. So lange und soweit war er noch nie. Er hat noch soviel Abstand von dem ganzen Ereignis das er sicherheitshalber in seinem Reisetagebuch noch in der 3. Person schreibt. Aber er freut sich. Er hat seine Tickets, eine Reiserücktrittsversicherung und nach Intervention bei der TUI auch eine schicke gelbe Nylontasche für die Reiseunterlagen. Für die ist es ja auch ne große Fahrt.

Und heute gabs noch zu erfahren das ich meine Mutter am 20. März um einen Tag in Los Angeles verpassen werde. Na gut, man kann nicht alles haben. Ich weiss auch garnicht ob die da Prosecco in ausreichender Menge haben. Familie Vogel hält wohl zur Zeit nicht soviel in Berlin.

Schaufenster!

heringsdorf_strand

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