Ni Hao
Ah, hier hat die ganze Stadt die Aircondition eingeschaltet. Das ist hoffentlich der kälteste Punkt meiner kleinen Reise. Franck hat mich netterweise vom Flughafen abgeholt. Die Einreise ging sehr reibungslos vonstatten. Bisher allerdings die Station mit den am meisten auszufüllenden Reiseformularen. 3 an der Zahl. Mittlerweile kann ich meine Passnummer auswendig. Vielleicht wird’s mal ne Frage bei Günter Jauch.
Während Rangoon sehr preiswert ist und es nichts zu kaufen gibt, ist Bangkok teurer und es gibt ganz ordentliches Zeug. China ist nun sehr preiswert (billig?) und es gibt alles. So soll’s sein. Franck lebt in einem chinesischen Mahrzahn im 16. Stock. Die Lampe auf dem Flur leuchtet wenn man mit dem Fuß auf den Boden stampft. Von den beiden Fahrstühlen fährt immer nur einer und zwischen 24 Uhr und 6 Uhr heißt es Treppen steigen. Weiß ich ja wann zu Hause sein muss. Aber ich hab mein eigenes kleines Zimmer und mein Gastgeber ist wirklich sehr bemüht. Das ist natürlich megapraktisch, studiert er doch seit 3 Jahren die chinesische Sprache und spricht sie dementsprechend gut.
Danke heißt chè chè (so als ob man sich doppelt vor der kubanischen Revolution verneigt oder ne TseTse Fliege mit fehlerhafter Zahnstellung trifft).
Was Franck sich am ersten Tag nicht getraut hat (er wusste nicht ob er mir das zumuten kann/will), haben wir gestern unternommen. Ein Besuch in seinem Lieblingsimbiss. So we had lunch for two. Ein sehr kleiner Laden mit sehr freundlichen Leuten. Um es kurz zu machen, sehr lecker, sehr preiswert. Unser Menü, Suppe und 2 verschiedene Sorten gedämpfte und gefüllte Teigtaschen. Alles zusammen 9 Yuan (10 Yuan = 1 Euro) Mahlzeit!
Danach waren wir natürlich auf dem Tiananmen Platz. Angeblich der größte Platz der Welt und wenn ich bemerken darf wahrscheinlich auch der windigste. Dann sind wir durch die Hutongs spaziert, so was wie die Pekinger Altstadt. Haben Tee gekauft und wieder kamen wir (Franck) mit den Besitzern ins Gespräch. Er wird immer wie ein kleines Weltwunder betrachtet und hat seine Geschichte sicherlich schon hundertmal erzählt. So tranken wir Tee und ständig kamen neue Kunden/Gäste hinzu die angeregt mitplapperten. Sehr herzlich, sehr lustig. Unser Verena wäre wahrscheinlich komplett ausgeflippt aufgrund der Fülle und Therapiemöglichkeiten die sich aus dem Teeangebot ergeben. Keine Bange ich bring welchen mit!
Ansonsten wird man eigentlich ständig von paarweise auftretenden Studenten angequatscht. Fast schon eine Plage. Nach einem freundlichen Hallo soll sich, so deren Dramaturgie, dann ein Gespräch entwickeln... man weiß natürlich wo das enden wird – vor dem Montblanc Zeichen meiner Geldbörse. Manche wird man schon los in dem man einfach Ni Hao wünscht oder nach einer Minute Bu Yao! (Nein Danke!) sagt. Den Augenblick der Verblüffung schnell nutzen und aus dem Staub machen! Einmal hab ich die einfach auf sächsisch vollgetextet: „Nu mei Gudste, dös versteh isch jetz aber garnisch... wos mochn won da?“ (like Gracie: More fun for me!)
Es grüßt Blogwart, Alex
PS: Erste Mal Wäsche gewaschen auf der Reise.
Während Rangoon sehr preiswert ist und es nichts zu kaufen gibt, ist Bangkok teurer und es gibt ganz ordentliches Zeug. China ist nun sehr preiswert (billig?) und es gibt alles. So soll’s sein. Franck lebt in einem chinesischen Mahrzahn im 16. Stock. Die Lampe auf dem Flur leuchtet wenn man mit dem Fuß auf den Boden stampft. Von den beiden Fahrstühlen fährt immer nur einer und zwischen 24 Uhr und 6 Uhr heißt es Treppen steigen. Weiß ich ja wann zu Hause sein muss. Aber ich hab mein eigenes kleines Zimmer und mein Gastgeber ist wirklich sehr bemüht. Das ist natürlich megapraktisch, studiert er doch seit 3 Jahren die chinesische Sprache und spricht sie dementsprechend gut.

Danke heißt chè chè (so als ob man sich doppelt vor der kubanischen Revolution verneigt oder ne TseTse Fliege mit fehlerhafter Zahnstellung trifft).
Was Franck sich am ersten Tag nicht getraut hat (er wusste nicht ob er mir das zumuten kann/will), haben wir gestern unternommen. Ein Besuch in seinem Lieblingsimbiss. So we had lunch for two. Ein sehr kleiner Laden mit sehr freundlichen Leuten. Um es kurz zu machen, sehr lecker, sehr preiswert. Unser Menü, Suppe und 2 verschiedene Sorten gedämpfte und gefüllte Teigtaschen. Alles zusammen 9 Yuan (10 Yuan = 1 Euro) Mahlzeit!
Danach waren wir natürlich auf dem Tiananmen Platz. Angeblich der größte Platz der Welt und wenn ich bemerken darf wahrscheinlich auch der windigste. Dann sind wir durch die Hutongs spaziert, so was wie die Pekinger Altstadt. Haben Tee gekauft und wieder kamen wir (Franck) mit den Besitzern ins Gespräch. Er wird immer wie ein kleines Weltwunder betrachtet und hat seine Geschichte sicherlich schon hundertmal erzählt. So tranken wir Tee und ständig kamen neue Kunden/Gäste hinzu die angeregt mitplapperten. Sehr herzlich, sehr lustig. Unser Verena wäre wahrscheinlich komplett ausgeflippt aufgrund der Fülle und Therapiemöglichkeiten die sich aus dem Teeangebot ergeben. Keine Bange ich bring welchen mit!

Ansonsten wird man eigentlich ständig von paarweise auftretenden Studenten angequatscht. Fast schon eine Plage. Nach einem freundlichen Hallo soll sich, so deren Dramaturgie, dann ein Gespräch entwickeln... man weiß natürlich wo das enden wird – vor dem Montblanc Zeichen meiner Geldbörse. Manche wird man schon los in dem man einfach Ni Hao wünscht oder nach einer Minute Bu Yao! (Nein Danke!) sagt. Den Augenblick der Verblüffung schnell nutzen und aus dem Staub machen! Einmal hab ich die einfach auf sächsisch vollgetextet: „Nu mei Gudste, dös versteh isch jetz aber garnisch... wos mochn won da?“ (like Gracie: More fun for me!)
Es grüßt Blogwart, Alex
PS: Erste Mal Wäsche gewaschen auf der Reise.
rorid - 2. Mär, 05:14
Ach und wenn du in China meinem Gewissen zuliebe mal ganz kurz für Menschenrechte protestieren könntest, bitte ?! kannste ja in einem Fahrstuhl machen, wenn keiner dabei ist -ich will ja nich, das die dich gleich dabehalten...